6 Dinge, die du in Hongkong erleben solltest

Victoria Peak

Haben wir schon erwähnt, dass Hongkong die Stadt mit den meisten Wolkenkratzern weltweit ist? Die beste Möglichkeit Hongkongs volle Schönheit zu betrachten, ist eine Fahrt zum Victoria Peak. Die bekannteste und sicher auch schönste Variante auf den Peak zu gelangen, ist eine Fahrt mit der Peak Tram, welche aus zwei klimatisierten Doppelwaggons besteht und mittels einem 1500 m langen Kabel zwischen der Talstation an der Garden Road und der 400 m hoch gelegenen Bergstation pendelt. Die Warteschlangen an der Peak Tram Station können endlos lang sein und erfordern ein hohes Maß an Geduld.

Wir waren uns dessen bewusst, doch bei Ankunft an der Peak Tram Station war uns schnell klar, dass wir keine zwei oder noch mehr Stunden warten wollten, um auf den Peak zu fahren. Eine günstigere und deutlich schnellere Alternative ist die Fahrt mit einem kleinen Mini Bus (Linie 1) der unmittelbar unterhalb der Peak Station abfährt. Die Fahrt mit dem kleinen Bus war durch die vielen engen Kurven nicht weniger abenteuerlich 🙂

Am Peak angekommen, gibt es verschiedene Wanderwege, die bei gutem Wetter einen ausgezeichneten Blick auf die Skyline erlauben. Ein wolkenfreier Himmel war uns leider nicht vergönnt. Auf dem Peak Tower gibt es ein Observation Deck. Der Eintritt ist mit 50 HK $ nicht günstig, die Aussicht aber wunderschön. Die schlechte Nachricht – es wimmelt nur so von Touristen, die leider wenig Rücksicht auf andere nehmen. Wir mussten uns einen Platz vorn regelrecht erkämpfen. Wenn der Ausblick von einem der Wanderwege zufriedenstellend für dich war, würden wir dir empfehlen, dass Observation Deck zu meiden.

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Ruhe und Entspannung in einem der zahlreichen Parks finden

Hongkong wirkt mit einer Bevölkerungsdichte (des besiedelten Territoriums) von 16.000 Einwohnern pro km² trotz der guten Organisation oft beengend. Wenn du eine Auszeit vom Großstadtgewusel brauchst, bist du in einem der zahlreichen Parks genau richtig. Inmitten der gigantischen Hochhäuserschluchten wurden regelrechte Ruheoasen für die Bevölkerung geschaffen. Die Menschen verbringen hier ihre Mittagspause oder treffen sich zu einer gemeinsamen Thai Chi Stunde im Park. Zu bestaunen gibt es einiges. Die Parkanlagen beherbergen eine Vielzahl an Tieren darunter viele Vogelarten und Schmetterlinge. Und bei jedem Parkbesuch kannst du mindestens ein Hochzeitsshooting miterleben;)

Nan-Lian-Garten

Der Nan-Lian-Garten ist mit seinen 3,5 ha Fläche das größte Werk chinesischer Gartenkunst in Hongkong. Geöffnet hat der Garten täglich von 07:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Mit der MTR erreichst du ihn sehr gut, die Endhaltestelle ist Diamond Hill, Ausgang C2. Auf der Straße ist der Nan-Lian-Garten bereits ausgeschildert und innerhalb weniger Schritte erreichbar. Der Nan-Lian-Garten lädt zum Entspannen ein und hat uns von allen besuchten Parks/Gärten am besten gefallen. Außerdem gibt es dort ein sehr gutes vegetarisches Restaurant. Damit nicht genug, wenn du passende Kleidung dabei hast, kannst du zwischen 09:00 Uhr und 16:30 Uhr deinen Garten Besuch mit einer Stippvisite im Chi-Lin-Nonnenkloster verbinden. Es ist das jüngste Tempelkloster und wurde erst im Jahr 2000 fertiggestellt. Wir waren leider zu spät und konnten das Kloster nur von außen bewundern.

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Hongkong Park

Der Hongkong Park gilt als schönster Stadtpark und bietet viel Abwechslung. In den Büschen schwirren hunderte Schmetterlinge umher und die Chinesen knipsen mit ihren Mega Objektiven um die Wette. Wenn du dich für Pflanzen interessierst, kannst du dich kostenfrei in den großen Gewächshäusern umsehen. Die Vielfalt reicht von Kakteen bis hin zu tropischen Pflanzen. Außerdem gibt es im Park eine relativ große Freiflughalle, die Heimat von über 80 südostasiatischen Vogelarten ist. Wir sind eher zufällig durch die begehbare Voliere gelaufen und finden auch hier die Haltung keinesfalls angemessen. Sicher haben die Vögel mehr Platz als in manch einem Zoo, die Freiheit wurde den armen Tieren trotzdem geraubt. Im Park gibt es einen Thai Chi Garten mit spannendem Design. In diesem Bereich befindet sich auch ein kleiner Aussichtsturm. Da das Standesamt in unmittelbarer Nähe zum Park liegt, wirst du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit das ein oder andere Hochzeitsshooting (teilweise sehr witzig) miterleben.

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Ein Tagesausflug nach Lantau Island zum Big Buddha

Lantau Island ist die größte Insel Hongkongs und wartet mit einer Reihe an Attraktionen auf. Das Wahrzeichen der Insel ist der 22 m hohe Bronzebuddha. Die spektakulärste Variante nach Lantau zu gelangen, ist die Fahrt mit der 5, 7 km langen Seilbahn, welche dich nach einer 25 minütigen Fahrt zum Sitz des Big Buddhas bringt. Du erreichst die Seilbahn Station mit der MTR, die Endstation ist Tung Chung. Wenn es dir möglich sein sollte früh am Morgen zu starten, dann tu das bitte! Wir haben unser Ausschlafen bitter bereut. Die Wartezeiten für eine Gondel sind zu bestimmten Uhrzeiten, vor allem am Vormittag unendlich lang.

Die Konstruktion der Wartehalle ist sehr geschickt gewählt, denn man läuft ständig im Zick Zack eine Art Kuhgatter entlang und kann zu keiner Zeit abschätzen, wie lang die Schlange tatsächlich ist. Die Geduld wird hier auf eine harte Probe gestellt. Wir mussten 2,5 Stunden anstehen, bevor unser teures aber auch schönes Vergnügen mit der Glasbodengondel zum Schnäppchenpreis von 200 HK § pro Person startete. Ja Hongkong ist ein verdammt teures Pflaster!

Ngong Ping Village

Mit der Seilbahn kommst du am Ngong Ping Village an. Das kleine Dorf wurde im chinesischen Stil erbaut und sieht sehr idyllisch aus. Hier findest du diverse Restaurants und Shops. Auch hier ist das Preisniveau extrem hoch. Auf dem Weg zum Big Buddha wirst du auf die ein oder andere wilde Kuh stoßen. Ja du hast richtig gelesen, auf Lantau Island treiben Kühe ihr Unwesen. Du solltest die Tiere mit Respekt behandeln und ihnen auch bei großer Euphorie nicht zu nah auf die Pelle rücken. Wir haben gesehen, wie die Tiere reagieren können, wenn sie sich eingeengt fühlen. Aber das versteht sich ja von selbst 😉

Wenn du nun den Big Buddha aus nächster Nähe betrachten möchtest, gilt es ein paar Stufen zu überwinden. Bei der Hitze kann das ganz schön anstrengend werden, der Weg erfordert aber keine besonders ausgeprägte körperliche Fitness. Oben angekommen hast du einen tollen Ausblick auf die unberührte Natur von Lantau. Der Geruch von Räucherstäbchen ist allgegenwärtig. Das spirituelle Feeling kam bei uns aber an diesem Ort nicht auf.

Da wir nur ein One Way Ticket für die Glasbodengondel lösten, sind wir mit dem Bus und der Fähre zurück nach Hongkong gefahren. Bitte beachte, dass die Busse auf Lantau nicht allzu häufig abfahren.

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Eine Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn unternehmen

Wenn du in authentische Stadtteile Hongkongs gelangen möchtest, bietet sich eine Fahrt mit der Straßenbahn (Ding Ding) an. Für günstige 2,30 HK $ kannst du so weit fahren wie du möchtest. Wir haben uns immer einen Platz auf dem oberen Deck ergattert und sind einfach ausgestiegen, wenn ein Stadtteil interessant aussah. Für uns war es die beste Möglichkeit, das echte Leben der Hongkonger zu beobachten. Die Touristengebiete zeigen nur eine moderne, teure und schöne Welt aber jeder weiß, dass in Hongkong nicht nur reiche Menschen leben. Wir spazierten durch typische Viertel und fanden hier endlich das lang ersehnte asiatische Lebensgefühl, welches wir vorher sehr vermissten. Die Straßenbahn ist nicht geeignet, wenn du schnell von A nach B huschen möchtest. Sie fährt so langsam, dass jeder gute Jogger sie überholen könnte 😉

Straßenbahn in Hongkong

 

 

In die Vielfalt der kantonesische Küche eintauchen

Vergiss die Speiseauswahl deines Lieblingschinesen um die Ecke. Die Gerichte, die wir aus den Restaurants in Deutschland kennen haben nicht viel mit dem zu tun, was du in Hongkong auf den Tisch bekommst. Deine Geschmacksrezeptoren werden völlig neue Kompositionen verarbeiten. Typisch für die kantonesische Küche sind kleine Häppchen – Dim Sum (übersetzt kleine Herzenswärmer), die meist gedämpft werden. Auf den Speisekarten gibt es die verschiedensten Variationen. Dumplings sind gedämpfte Teigtaschen aus Reismehl, welche mit diversen Füllungen erhältlich sind. Vom Prinzip ähnlich sind Buns, diese sind jedoch aus Hefeteig. Für Vegetarier gibt es ja nach Restaurant eine kleinere Auswahl aber verhungern muss keiner.

Zu den kleinen Häppchen gibt es standardmäßig pro Tisch eine Kanne grünen Tee, der auch ohne Aufforderung bereitgestellt und abgerechnet wird. Die Speisen werden ausschließlich mit Stäbchen serviert, was bei mir nicht unbedingt für Begeisterung sorgte 😉 So richtig satt wird man von den Dim Sum Häppchen allerdings nicht. Generell haben wir in Hongkong selten ein Sättigungsgefühl nach dem oft viel zu teuren Essen empfunden, etwas Besonderes war es trotzdem. Das Essen auf dem Nachtmarkt der Jordan Road können wir übrigens nicht empfehlen, es überzeugt weder geschmacklich noch preislich.

 

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Mit der Star Ferry von Hongkong Island nach Kowloon schippern (oder umgekehrt)

Die alten grün weißen Fähren sind Kult in Hongkong. Sie bieten einen Kontrast zur hochmodernen Stadt und erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Fahrt ist sehr günstig und du findest fast immer einen schönen Sitzplatz. Auf der kurzen Überfahrt kannst du den Blick auf die Stadt genießen. Noch schöner wird die Aussicht, wenn du am Victoria Harbour ankommst. Du wirst begeistert sein, wenn am Abend die Hochhäuser angestrahlt werden und die roten Dschunken vorüberziehen. Übrigens findet jeden Tag um 20:00 Uhr die Symphony of Lights statt. Erwarte nicht zu viel von der Lasershow. Wenn du zu der Uhrzeit ohnehin am Hafen unterwegs bist, lohnt sich ein kurzer Abstecher. Wir würden aber nicht empfehlen, extra wegen der Show zum Hafen zu kommen, zumal zu dieser Zeit auch sehr viele Leute unterwegs sind und du zu anderen Uhrzeiten einen viel ungestörteren Blick auf die Skyline genießen kannst.

 

Victoria Harbour, Hongkong

 

 

 

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