6 unvergessliche Singapur Highlights

Du willst das weltbekannte Marina Bay Sands Hotel aus nächster Nähe anschauen und die fancy Supertrees bestaunen? Worauf wartest du noch? Hier kommen unsere Tipps für 2 bis 3  aufregende Tage  in Singapur 🙂

Singapur stand schon sehr lange auf unserer Bucket-List. Unser Trugschluss, dass Singapur einfach viel zu teuer für asiatische Verhältnisse ist, hielt uns jahrelang davon ab, die super moderne und spezielle Stadt zu erkunden. So eine Aussage klingt ziemlich blöd von zwei Nasen, die 6 Nächte in Hongkong (der teuersten Stadt der Welt) übernachtet haben. Das fanden wir auch und deswegen war Singapur nun die erste Etappe unserer Reise.

Die Stadt bietet ein unwahrscheinlich großes Spektrum an Sehenswürdigkeiten, die man natürlich nicht in drei Tagen abhaken kann. Nachfolgend findest du 6 ultimative Highlights, die du auf keinen Fall verpassen darfst. Der Artikel wird lang, also mach es dir gemütlich 😉

1. Das Marina Bay Sands

Seit der Eröffnung im Jahr 2010 ist das Marina Bay Sands eine der Top Sehenswürdigkeiten in Singapur und das Fotomotiv schlechthin. Kein Wunder, wir selbst wurden ständig in Reportagen, auf Instagram und Co. mit diesem architektonischen Meisterwerk konfrontiert. Du hast mit Sicherheit auch schon viel über das Hotel mit dem längsten Infinity Pool der Welt (in dieser Höhe) gehört, oder?

Das Gefühl, wenn du das erste Mal – egal aus welcher Perspektive – dieses abgefahrene Bauwerk entdeckst, wird einmalig sein. Da das Hotel 191 Meter in die Höhe ragt, kannst du es von vielen Spots aus einsehen. Am schönsten wirkt das Marina Bay Sands am Abend, wenn es angestrahlt wird. Falls du dir das Hotel mal aus der Nähe anschauen möchtest, kannst du mit der MRT entweder im direkt angrenzenden und zugehörigen Shopping Center aussteigen oder aber an der Straße vor dem Hotel.

Die riesige Lobby ist übrigens auch für Nicht-Hotelgäste frei zugänglich. Am Abend findet vom Marina Bay Sands ausgehend immer eine Lasershow statt. Wir haben das Hotel in den drei Tagen unzählige Male und aus sämtlichen Perspektiven fotografiert. Wenn du selbst  vor Ort  bist, wirst du schnell merken, warum. Der Marina Bay Sands Bann wird auch vor dir nicht Halt machen 😉

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Das eigentliche Highlight des Hotels ist aber der 150 Meter lange Infinity Pool und dieser ist ausschließlich den Hotelgästen vorbehalten. René und ich haben schon immer gesagt, wenn wir Singapur bereisen, dann schlafen wir für eine Nacht in diesem Hotel und springen in den gehypten Infinity Pool und wir haben es tatsächlich getan. Wie unsere Nacht im Luxusbunker war und ob sich die Investition gelohnt hat, erfährst du hier.

2. Helix Bridge, ArtScience Museum & Merlion

Wenn du einmal vor dem Marina Bay Sands stehst, solltest du dir die Zeit nehmen, über die Helix Bridge zu schlendern und deinen Blick auf das Art-Science Museum zu richten. Am Abend wird das Museum in Lotosblütenform angestrahlt und toll in Szene gesetzt, begleitet wird das Ganze noch durch Musik. Unser Tipp für gelungene Fotos: Auch wenn bereits auf der Helix Bridge zahlreiche kleine Aussichtspunkte erbaut wurden, gelingen die Bilder am besten auf der Geraden nach der Brücke. Bei Nachtaufnahmen raten wir dir ein *Stativ* zu benutzen. Am ersten Abend hatten wir keins dabei und die Bilder sind teilweise sehr verschwommen.

Wenn du einmal so weit gekommen bist und deine Energiereserven es noch zulassen, bietet sich ein kurzer Besuch beim Wahrzeichen von Singapur an. Die Rede ist vom Merlion – eine Brunnenfigur in Form eines Fisches mit Löwenkopf. Leider ist der Merlion Park zumindest am Tag gnadenlos überfüllt. An keinem anderen Ort in Singapur haben wir uns so eingeengt gefühlt wie dort und deswegen ist unser Besuch auch sehr kurz ausgefallen. Wie es am Abend ist wissen wir leider nicht. Der Merlion ist übrigens auch gut fußläufig von Clarke Quay aus erreichbar. Diesen Weg sind wir gegangen und konnten dabei noch das Bankenviertel von Singapur begutachten. Die Skyline ist zwar nicht so imposant wie in manch anderen Städten aber sehenswert ist sie trotzdem.

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3. Gardens by the Bay

Die Gardens by the Bay umfassen ein riesiges Areal und sind in den Bereich Bay East und Bay South unterteilt.

Der im Jahr 2012 fertiggestellte Bay South Garden umfasst eine Fläche von 54 Hektar. Zwei nicht zu übersehende Glashäuser (Flowerdome – der größere und Cloud Forest) mit stolzen Eintrittspreisen bieten den Zuschauern eine große Pflanzenvielfalt. Angeblich soll der Cloud Forest sehenswerter als der Flowerdome sein. Wir können nichts weiter dazu sagen, da uns der Eintrittspreis in Höhe von 28 S$ (Singapur Dollar) pro Person viel zu teuer war. Den Eintrittspreis erfährst du übrigens erst, wenn du schon am Schalter stehst und mit Pech vielleicht schon sehr lange angestanden hast.

Sehr dreist finden wir auch die Tatsache, dass Einheimische 12 S$ zahlen und Touristen mehr als das Doppelte. Wir kennen die Preisregelungen auch aus anderen Ländern aber in dem Fall finden wir die Differenz doch zu hoch und deswegen musste der Cloudforest ohne unseren Besuch auskommen 😉 Außerdem gibt es eine viel schönere und dazu noch kostenfrei Alternative ( den Botanischen Garten)  – aber dazu später mehr.

 

Gardens by the Bay at night, Singapore

 

 

Supertrees – die wohl schönste Erfindung

Jetzt aber die gute Nachricht: es gibt eine Attraktion, die schöner kaum sein könnte und das auch noch für umsonst. Die Rede ist von der wohl genialsten Erfindung, die wir jemals in einer Stadt bestaunen durften – die Supertrees. Für mich ist der Erfinder dieser gigantischen Bäume ein wahrer Held 😉

Die „Bäume“ sind sozusagen vertikale Gärten aus einer Stahlkonstruktion, die vor allem der Aufzucht von Pflanzen wie Orchideen, Bromelien und Farnkraut dienen. Sie sind mit einer Höhe von 25 – 50 m nicht zu übersehen und ein wahres Wunderwerk. Die trichterförmigen Supertrees sammeln Regenwasser und tragen so zur Bewässerung der Parkanlage bei. Außerdem absorbieren sie Hitze, 11 der insgesamt 18 Supertrees sind mit Solarzellen ausgestattet und erzeugen Strom für die abendliche Beleuchtung und kühlen die beiden Glashäuser.

Vor allem am Abend entfalten die Bäume ihre vollkommene Schönheit, denn dann leuchten sie in intensiven Farben. Jeden Abend finden zwei 15 minütige Shows statt. Dabei strahlen die Bäume mit musikalischer Begleitung um die Wette und funkeln in den tollsten Farben. Die erste startet 19:45 Uhr und die zweite 20:45 Uhr. Damit du die Show auch in vollen Zügen genießen kannst, haben wir einen Tipp für dich.

Da die erste Show wohl deutlich beliebter ist, sind dementsprechend viele Menschen im Supertree Grove unterwegs. Daher empfehlen wir dir, diese aus der Ferne anzuschauen. Dazu nutzt du den Walk, der vom Marina Bay Sands aus direkt in Richtung Supertrees führt. Du bleibst auf dem Aussichtsplateau stehen und genießt das farbenfrohe Spektakel von oben. Auch hier lohnt es sich, rechtzeitig da zu sein, vor allem dann, wenn du ein paar hübsche Bilder knipsen möchtest. Wir haben für die Nachtaufnahmen übrigens unser *Stativ* genutzt, damit auch nichts verwackelt. Am besten gelingen die Aufnahmen natürlich mit der *Spiegelreflex Kamera*. Den Aussichtspunkt hast du leider auch nicht für dich allein aber es ist bedeutend weniger los, als unten direkt bei den Supertrees. Nach der ersten Show kam eine wahre Invasion von Menschen aus dem Supertree Grove herausgelaufen.

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Falls  du nur eine Show sehen möchtest, empfehlen wir dir die zweite um 20:45 Uhr direkt unten zwischen den Supertrees. Wir haben es uns auf dem Rücken liegend auf einem der Plateaus direkt zwischen den Bäumen gemütlich gemacht. Es war unbeschreiblich schön, Gänsehaut pur. Wir fühlten uns wie in einer Märchenwelt. Ich weiß, dass klingt jetzt ziemlich kitschig aber wenn es sogar René gefallen hat, der normalerweise überhaupt nicht auf sowas steht, dann ist es wirklich gut 😉

Supertree Show, Gardens by the Bay – Singapore

 

Die zwei größten Supertrees sind durch eine Brücke miteinander verbunden. Für 8 S$ kannst du zwischen den Bäumen auf der Brücke umherspazieren. Am Abend ist die Schlange sehr lang, da nur eine begrenzte Anzahl an Personen zur gleichen Zeit auf die Brücke darf. Nach einer viertel Stunde wirst du in jedem Fall freundlich Richtung Ausgang verwiesen, damit die Warterei nicht ganz ausufert. Wir waren mittags da und mussten überhaupt nicht anstehen.

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4. Little India

Es riecht nach Räucherstäbchen, Frauen tragen bunte Saris und üppigen Goldschmuck – die Rede ist von Little India. In diesem Viertel fühlst du dich wie in einer anderen Welt. Bis auf das es sehr sauber und ordentlich ist, könnte man meinen in Indien zu stehen. Im Herzen von Little India befindet sich einer der ältesten Hindu-Tempel in Singapur, der Sri Veeramakaliamman Tempel. Auch wenn der Eingangsbereich nicht besonders groß ist, kannst du ihn kaum übersehen. Falls du dich spontan zu einem Besuch entscheidest und keine passende Kleidung dabei hast, kannst du dir im Eingangsbereich des Tempels kostenfrei einen Sarong ausleihen. Die Schuhe werden wie überall vor dem Eingangsbereich ausgezogen und abgestellt. Ein Besuch des farbenfrohen Tempels lohnt sich auf jeden Fall.

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Du bist ein Fan der indischen Küche und möchtest kein Vermögen für ein leckeres Essen ausgeben? Dann haben wir einen Tipp für dich:

Im Tekka Shopping Centre befindet sich im Erdgeschoss ein Hawker Center mit unzähligen kleinen Garküchen. Vorrangig findest du hier Gerichte der indischen Küche. Die Preise sind erschwinglich, bereits ab 3 S$ bekommst du hier eine leckere Mahlzeit auf den Tisch. Die Auswahl ist riesig, selbst für Vegetarier und Veganer. Da die meisten Speisen ohne Besteck gereicht werden, empfehlen wir dir immer ein kleines Desinfektionsmittel und ein paar Feuchttücher dabeizuhaben. Bei uns war das Essen mit den Händen am Anfang eine ganz schöne Sauerei und wir hatten natürlich nichts zum sauber machen dabei 😉 Irgendwo im Hawker Center gibt es sicher auch ein Waschbecken, wir haben aber keins auf Anhieb entdeckt.

 

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5. Chinatown

Chinatown in Singapur ist anders als in anderen Städten, nämlich super sauber. Der Rest ist aber typisch – kleine Shops verkaufen kitschige und eher geschmacklose Souvenirs, Apotheken bieten skurrile getrocknete Dinge als Wunderheilmittel an und es gibt natürlich jede Menge chinesische Restaurants.

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Ein must-see in Chinatown ist der Buddha Tooth Relic Temple. Wie der Name schon sagt, soll in diesem Tempel ein Zahn Buddhas aufbewahrt werden. Der Tempel wurde 2005 erbaut, um dem Zahn einen gebürtigen Platz zu bieten. Angeblich wurde mittlerweile herausgefunden, dass der Zahn nicht von Buddha, sondern von einer Kuh stammt. 😉 Zahn hin oder her – dieser Tempel ist wirklich sehr sehenswert. Schon von außen sticht er durch die typisch chinesische Baukunst hervor. Auch hier ist natürlich passende Kleidung die Voraussetzung, um den Tempel besichtigen zu können (Sarongs können kostenlos geliehen werden).

Wir hatten das Glück und konnten eine Art Gebetsstunde miterleben. Wir schätzen an die 70 Menschen saßen zusammen und murmelten alle den gleichen Text und das in der Endlosschleife. Der Geruch von Räucherstäbchen war sehr extrem, wahrscheinlich weil so viele Besucher etwas spendeten, denn jeder der spendet, darf ein Räucherstäbchen anzünden. Das Innere des Tempels wartet mit viel Prunk auf, vergoldete Buddhas wohin das Auge reicht. Das Gebäude erstreckt sich über 4 Etagen und ist täglich von 07:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

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Falls dir nach so viel Kultur der Magen knurrt, solltest du mal im Maxwell Hawker Center (schräg gegenüber vom Tempel) vorbeischauen. Auch hier kannst du dich wieder zwischen unzähligen kleinen Garküchen für ein leckeres und günstiges Essen entscheiden. Die meisten Gerichte gehen in die chinesische Richtung, ist ja schließlich auch Chinatown. Hier gibt es auch Waschbecken und sogar Seife, falls du keine Feuchttücher dabei hast. Gerichte bekommst du wie in allen Hawker Centern ab 3 S$.

 

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6. Botanischer Garten

Obwohl Singapur uns zu keiner Zeit stresste, war der Besuch im Botanischen Garten eine Wohltat, ein Moment der Entschleunigung. Für den Besuch im Botanischen Garten solltest du mindestens 2 Stunden einplanen. Der Eintritt ist kostenfrei und du erreichst den Garten ganz easy mit der MRT. Auch wenn du nicht der größte Pflanzenexperte bist, wird dir der Botanische Garten sehr gefallen, da sind wir uns sicher. Zwischen tropischen Pflanzen findest du immer wieder Sitzmöglichkeiten und kannst dem Sound der Zikaden lauschen. Für 5 S$ kannst du dir dann noch den Orchideen-Garten anschauen. Wir waren anfangs etwas skeptisch, ob sich der Eintritt wirklich lohnt aber ja, definitiv sehenswert und viel größer als gedacht. Innerhalb des Orchideen Gartens gibt es sehr schöne Foto Spots.

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Achtung: Falls du mit der MRT wieder zurückfahren möchtest, musst du den Weg wieder zurücklaufen, da es nur diese eine Station am Botanischen Garten gibt!

Der Artikel ist länger geworden als ursprünglich geplant, was wahrscheinlich an meiner grenzenlosen Begeisterung liegt. Singapur hat uns beide geflashed, dabei waren wir vor der Reise eher skeptisch und hatten unsere Bedenken, ob der saubere und aufgeräumte Stadtstaat nicht zu langweilig für uns ist. Das Gegenteil war der Fall und wir wären gern noch ein paar Tage länger geblieben.

 

Es gibt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten wie z. B. das zweigrößte Riesenrad der Welt (Singapur Flyer). Wir haben es leider nicht mehr geschafft eine Runde mit dem Riesenrad zu fahren aber wir kommen mit Sicherheit nochmal zurück.

 

 

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