Angkor Wat – Unsere Tipps für einen gelungenen Tag

Angkor Wat ist die größte und bekannteste Tempelanlage des Archäologischen Parks von Angkor. Jeden Tag kommen Touristen aus der ganzen Welt, um Angkor Wat zu erkunden. Wenn wir dir jetzt erzählen würden, dass du ganz entspannt in die damalige Kultur der Khmer eintauchen kannst, würden wir lügen. Aber immerhin gibt es ein paar Tricks, um das maximale aus deinem Angkor Wat Erlebnis heraus zuholen.

Was du vorab wissen solltest

Die Kleidungsregeln in Angkor wurden vor einiger Zeit gestrafft. Das bedeutet auch hier, wie in vielen anderen Tempeln längst bekannt, müssen bei Frauen die Beine mindestens bis zu den Knien bedeckt sein, ebenso die Schultern. Bei Männern sind die Regeln nicht ganz so streng, kurze Hosen sind in Ordnung, Muskelshirts aber nicht! Bei den heißen Temperaturen kann es zur Qual werden, mit langen Hosen herumzulaufen. Ich spreche aus Erfahrung 🙂  Bedenke das Thema bei deiner Kleiderauswahl (möglichst vor der Reise).

Wir dachten bis dahin immer, mit unserem Sarong aus Bali bestens ausgerüstet zu sein. Diese zwei Stofftücher sind für uns richtige Allround-Talente geworden. Spontane Tempelbesuche und falsche Kleidung? Mit dem Sarong kein Problem. Du kannst auch in Angkor deine Beine mit einem Sarong bedecken – einen Haken gibt es aber! Wenn du auf die Pagoden von Angkor Wat steigen willst, wird dir damit der Zutritt verwehrt. Ich wurde vom Sicherheitspersonal darauf hingewiesen, dass ein Tuch um die Hüfte nicht ausreicht. Ein langer Rock ist aber okay! He? Ich kann bis heute den Unterschied zwischen einem gewickelten Tuch und einem Rock nicht wirklich nachvollziehen aber da der Glaube den Menschen heilig ist, habe ich nicht weiter diskutiert. Im restlichen Areal ist es wiederum kein Problem mit Sarong herumzulaufen.

So ein Tempeltag kann ganz schön an die Substanz gehen. Die Hitze und das herumklettern sind eine Belastung für den Körper. In deinem Rucksack solltest du Sonnencreme und ausreichend Wasser dabei haben. Bequeme Schuhe sind ein Muss! Deine Füße werden es dir am Ende des Tages danken 😉

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Eine geeignete Uhrzeit finden …

Sei schlauer als wir und besuche Angkor Wat auf keinen Fall am Vormittag! Wir wollten unseren ersten Tempeltag auch anders beginnen, sind dann leider doch zur ungünstigsten Uhrzeit vor Ort gewesen. Zwischen 09:00 Uhr und 11:30 Uhr ist die Hölle los. Ab 12:00 Uhr wurde es viel ruhiger, wahrscheinlich wegen der Hitze und weil viele Touristen mit Angkor Wat beginnen und dann die anderen bekannten Tempel abklappern. Wenn du die Mittagshitze ertragen kannst und nicht zu viel Wert auf warme Lichtverhältnisse für die besten Fotos legst, könnte die Mittagszeit für dich genau richtig sein, um die Anlage etwas entspannter zu erkunden. Es kann aber wirklich sehr heiß werden, dass solltest du nicht unterschätzen! Eine andere Möglichkeit wären die frühen Morgenstunden. Obwohl viele Touristen den Sonnenaufgang anschauen, verteilen sich die Menschen danach sehr gut in der Tempelanlage. Besonders schön ist in den frühen Stunden das warme Licht, welches die Anlage toll in Szene setzt. Wenn du gern fotografierst, ist das die beste Gelegenheit für eine Fotosession.

Sonnenaufgang in Angkor Wat

Bei völliger Finsternis in die Tempelanlage zu laufen und dann zuzusehen, wie es langsam dämmert und die Sonne emporsteigt, ist ein magisches Erlebnis. Das zeitige Aufstehen zahlt sich in solchen Momenten immer wieder aus. Gegen 05:00 Uhr morgens wanderten wir durch Angkor Wat, um den besten Platz für den Sonnenaufgang zu erwischen. Wir waren nicht die einzigen, aber mit unter den ersten Besuchern des Tages. Die Farben änderten sich ständig und in jeder einzelnen Minute sah der Himmel über Angkor Wat anders aus. Wir waren so vertieft in das Spektakel, dass wir das Ausmaß der Touristen überhaupt nicht mitbekamen. Als es dann hell wurde und wir uns umdrehten war der Schreck groß 😉 Aber schau selbst ….

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Nach dem Sonnenaufgang verteilten sich die Touristen überraschend gut in der Anlage und wir drehten noch eine entspannte Runde durch den Tempel. Die Pagoden blieben uns ja leider wegen der Sarong-Geschichte verwehrt.

Fazit: Angkor Wat ist eine beeindruckende Anlage, die du dir nicht entgehen lassen solltest. Uns haben zwar die unbekannteren und kleineren Tempel deutlich besser gefallen, dennoch gehört ein Besuch in Angkor Wat zu einer Kambodscha-Reise dazu. Der Sonnenaufgang war unser Highlight.

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