Boracay – das Inselparadies auf den Philippinen

Du bist urlaubsreif und deine Gedanken drehen sich ständig um Traumstrände, Sonne und türkisblaues Meer? Dann lass dich von uns auf eine kurze Reise nach Boracay entführen. Vielleicht wird diese wunderschöne Insel ja dein nächstes Reiseziel?

Boracay ist für uns zum Inbegriff von Paradies geworden, allerdings erst, nachdem es uns tatsächlich dorthin verschlagen hat. Denn angefangen hat die Story ganz anders. Ursprünglich wollten wir nach Palawan reisen. Da der November aber auf Palawan eindeutig in die Kategorie Regenzeit einzuordnen ist, haben wir nach einer alternativen Insel mit besseren Wettervoraussetzungen auf den Philippinen gesucht und sind dabei auf Boracay gestoßen. Die Videos und Bilder haben uns gut gefallen aber noch nicht in eine fanatische Stimmung versetzt, denn wir haben sehr oft gelesen, dass Boracay die touristischste Insel auf den Philippinen ist und dementsprechend viel los ist. Wir wollten das Experiment wagen und hatten nicht allzu große Hoffnung auf einsame, paradiesische Strände…

 

Tipps rund um das Thema Restaurants & Shopping

Die D’Mall ist das größte und bekannteste Einkaufszentrum auf Boracay und am Abend kommen hier Menschen der ganzen Insel zusammen. Das Speiseangebot in den Restaurants ist riesig. Ich bin auch als Veggie voll auf meine Kosten gekommen. Besonders viele vegane Gerichte gab es beim Mexikaner, super lecker :). Was uns allerdings direkt aufgefallen ist, sind die relativ hohen Preise für asiatische Verhältnisse. Für ein Frühstück oder Abendessen zahlten wir zu zweit im Schnitt um die 20,00 €. Wir haben aber auch auf nichts verzichtet und immer gut gegessen und getrunken. Im Vergleich zu Deutschland ist der Preis natürlich ein Lacher. Besonders können wir dir das Lemon Café empfehlen, die Qualität der Speisen war hervorragend und es gab sehr viele gesunde Gerichte zur Auswahl.

Frühstück im Lemon Café, Boracay, Philippinen

 

Wenn dein Magen mal nach einer richtig großen Portion und Vielfalt verlangt, können wir dir einen Besuch in den Restaurants der Hotelkette Hennan empfehlen. Jeden Abend wird auch für nicht Hotelgäste ein riesiges Buffet angeboten.

Für umgerechnet 10,00 € kannst du dich in den siebten Himmel schlemmen. Die Auswahl ist sehr groß, allerdings ist für Vegetarier und Veganer nicht ganz so viel dabei. Nicht ganz so viel ist aber immer noch mehr als ausreichend 😉 Die Getränke musst du natürlich noch extra zahlen. Begleitet wird dein Abendmahl durch angenehm entspannte Live Musik.

Beach Restaurant auf Boracay, Philippinen
Jonah’s Fruit Shakes – die besten Shakes auf Boracay oder vielleicht der Welt?

Kurz vor dem Willy’s Rock (Station 1 White Beach) warten Jonah’s Fruitshakes darauf, von dir probiert zu werden. Du erkennst die Bar sofort. Es stehen um jede Uhrzeit viele Leute an und die Einrichtung erinnert mit ihren schrillen Farben in orange und mintgrün eher an eine Kindergeburtstagslocation 😉 Wir waren neugierig, denn wenn so viele Menschen Schlange stehen, müssen die Shakes doch herausragend gut sein und das waren sie! Es gibt sie in unzähligen Varianten und einer schmeckt besser als der nächste.

Unsere Favoriten waren Mango Limette und Banane, Schoko, Erdnussbutter. Klingt lecker, oder? Wenn du auf Boracay bist, ist das dein Place to be! Übrigens musst du nicht lange warten, die Mitarbeiter sind sehr flink, damit du schnell deinen eisgekühlten Drink genießen kannst. Die Shakes kosten umgerechnet um die 3,00 €.

Supermärkte & Co.

Auf Boracay gibt es einige kleine Supermärkte mit allem, was du für dein Leben im Paradies benötigst. Das Sortiment ist nicht das Größte aber es reicht vollkommen aus. Wie in den meisten asiatischen Ländern ist Wein auch auf Boracay sehr teuer. Dafür gibt es den mega leckeren Boracay Rum für unter 2,00 € und der schmeckt sogar noch besser als der bekannte Malibu. Sonnencreme solltest du immer in Deutschland kaufen und mitbringen. Auf Boracay sind Sonnenschutzmittel wahnsinnig teuer!

Souvenirs

Traumfänger, Traumfänger und nochmal Traumfänger. Auf Boracay wimmelt es nur so von Boho Schmuck. Traumfänger als Schlüsselanhänger, Traumfänger aus Holz oder in gehäkelter Form – du hast die Qual der Wahl :). Außerdem kannst du dir kleine Armbändchen oder Fußkettchen auf deine Größe anfertigen lassen, eine schöne Erinnerung wie ich finde. Damit ist noch lange nicht genug, die Einwohner haben sich einiges für die Touristen einfallen lassen.

Am Strand werden alle paar Meter Henna Tattoos angeboten. Wir selbst haben keine Erfahrungen damit aber schon sehr viel Negatives darüber gelesen (bleibende Narben etc.).

Freizeitaktivitäten

Auf Boracay lebst du nach dem Motto „Alles kann, nichts muss“. Die Insel hat sich voll und ganz auf den Tourismus eingestellt und bietet eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten an. So kannst du beispielsweise eine Segelbootstour um die Insel unternehmen, dich im Stand Up Paddeling versuchen, Schnorcheln, Kitesurfen oder auch einfach unter einer Palme liegen und diese unglaubliche Schönheit auf dich wirken lassen. Normalerweise wird uns immer sehr schnell langweilig, wenn wir nur am Strand liegen, ohne etwas Produktives zu unternehmen. Hier war es zum ersten Mal anders. Wir hatten überhaupt keine Lust irgendwelche Aktivitäten zu unternehmen, weil wir jeden Moment an diesem Traumstrand genießen und die Glücksgefühle aufsaugen wollten. Klingt vielleicht blöd, ist aber so 😉 Außerdem hatten wir auf unserer Reise ja schon genug Aktion.

Am Abend wird Boracay zur Partymeile mit jeder Menge Livemusik und Shows wie Feuertanz etc. Das ist nicht wirklich unser Ding aber die Geschmäcker sind eben verschieden. Jedenfalls wird es auf der Insel sicher nie langweilig. Wir sind trotzdem der Meinung, dass Boracay am Abend ohne die laute Musik noch viel schöner wäre. Wir lieben es, am Abend am Meer zu sitzen, dem Rauschen der Wellen zu lauschen und den Sternenhimmel dabei anzuschauen. Wir haben direkt an unserem ersten Abend einen Platz gefunden, an dem das möglich war.

Unser Tipp: Am White Beach Station 1, nach dem bekannten Willy’s Rock findest du Ruhe und Einsamkeit, auch am Abend.

 

Drohnenaufnahme Willy’s Rock, Boracay

 

Die schönsten Strände auf Boracay

Da Boracay besonders durch die zahlreichen Traumstrände besticht, haben wir einen separaten Blogpost diesem Thema gewidmet. Hier geht’s zu den schönsten Stränden auf Boracay 🙂

 

Sonnenuntergang auf Boracay, Philippinen

 

Bezahlung

Zum Thema Bezahlung gibt es auf Boracay nicht viel zu beachten. Du kannst Bargeld tauschen oder mit deiner Kreditkarte Geld abheben.

 

Sicherheit

Die Frage nach der Sicherheit ist auf den Philippinen zurzeit leider berechtigt. Das Auswärtige Amt warnt vor einer Reise in gewisse Gebiete der Philippinen wegen Terrorgefahr. Wir können dich beruhigen, wir haben Boracay als eine sehr sichere Insel empfunden und uns zu keiner Zeit unwohl gefühlt. Jedes Restaurant und Hotel hat eigenes Sicherheitspersonal, welches mit einer Pumpgun den Bereich bewacht. Die Filipinos nehmen ihren Auftrag, die Insel zu schützen sehr ernst. Das ist noch lange kein Freibrief, sich blauäugig zu verhalten. Auch hier solltest du nicht mitten in der Nacht allein umherirren oder deine Wertgegenstände unbeaufsichtigt liegen lassen. Außerdem ist es immer besser, in solch armen Ländern keinen auffälligen Schmuck oder ähnliches zu tragen.

 

Unterkünfte auf Boracay

 

Auf Boracay gibt es Unterkünfte wie Sand am Meer. Die meisten Hotels reihen sich entlang des White Sand Beach auf. Wir hatten unsere erste Unterkunft ungefähr zwischen Station 2 und Station 1, direkt bei der D’Mall. Dieser Standort eignet sich natürlich hervorragend, um entspannte Tage am White Sand Beach zu verbringen. Hier wirst du allerdings keinen Einblick in das Local Life bekommen und deswegen empfehlen wir dir, deinen Aufenthalt zu splitten, wenn du wirklich sehen willst, wie die Einheimischen leben.

Unsere zweite Unterkunft war wunderschön auf einem steilen Berg in Balinghai gelegen. Wir bewohnten ein zauberhaftes Penthouse (für 60,00 € die Nacht) inmitten eines einheimischen Dorfes.  Der Ausblick von unserer riesigen Dachterrasse auf das Meer war traumhaft schön. Hier oben verbrachten wir viele Stunden am Abend und erlebten den schönsten Sonnenuntergang, ganz für uns allein. Wenn du mehr über die Unterkunft erfahren möchtest, kannst du uns gern kontaktieren.

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Wir hatten am ersten Abend noch einen neuen Hausmitbewohner – eine Huntsman Spinne 🙂

Huntsman Spinne auf Boracay, Philippinen

 

Wir mussten jedes Mal durch das Dorf laufen, wenn wir zur Hauptstraße wollten, um ein Tricycle anzuheuern und bekamen so einen authentischen Einblick in das Leben der Filipinos. Die Menschen leben hier unter einfachsten Bedingungen und sind sehr arm. Es macht uns immer sehr betroffen, so etwas zu sehen und gleichzeitig schätzen wir unser Leben viel mehr und werden uns jedes Mal wieder bewusst, wie extrem gut es uns geht. Auch diese Erfahrungen gehören unserer Meinung nach zu einer Reise in ferne Länder. Es geht nicht darum eine rundum sorglose Zeit zu verbringen, nein, vielmehr geht es darum, andere Lebensweisen kennenzulernen und den eigenen Horizont zu erweitern.

 

Beste Reisezeit Boracay

Auf Boracay herrscht tropisches Klima. Die Temperaturen unterliegen im Jahresverlauf nur geringen Schwankungen. Das tropische Klima wird vom Monsun bestimmt. Die Regenzeit setzt erfahrungsgemäß Mitte Juni ein und hält bis Oktober an. Zwischen Juli und November herrscht ein Taifun Risiko auf den Philippinen. Boracay ist prinzipiell ganzjährlich zu bereisen, da die Regenschauer meist kurz und kräftig ausfallen. Die beliebteste und trockenste Reisezeit ist statistisch von Dezember bis April, dann herrscht auf der Insel Hochsaison. Wir waren Ende November auf Boracay und erlebten noch die Ausläufer der Regenzeit mit. Einen Tag und zwei Nächte hat es wie aus Eimern geschüttet, so extrem starken Regen haben wir noch nie zuvor miterlebt.

Es kam auf den Straßen zu starken Überschwemmungen, an die die Filipinos längst gewöhnt sind. Mit dem Tricycle trotzten sie den tiefen Wasserlöchern, ziemlich verrückt. Die restlichen Tage hatten wir wunderschönes Wetter und strahlend blauen Himmel. Gegen Ende unseres Aufenthaltes wurde es voller auf der Insel und es legten sogar zwei Kreuzfahrtschiffe für einen Tagesauflug an. Das war eher weniger schön und aus diesem Grund würden wir wieder eine Reise Ende November bevorzugen. Eine Garantie für schönes Wetter gibt es ohnehin nicht.

Überflutete Straßen auf Boracay, Philippinen

 

 

Die Schattenseite im Paradies

Die Insel ist nahezu perfekt, wenn da nicht die aufdringlichen Strandverkäufer, Massage- und Barbetreiber wären. Speziell am Abend ist es nahezu unmöglich, mehr als 100 Meter zu gehen ohne ständig angesprochen zu werden. Wir haben das als sehr störend empfunden und waren froh, als wir die Abende in unserer Unterkunft in Balinghai verbringen konnten.

Boracay ist eine wunderschöne Insel mit paradiesischem Flair. Selbst die nervigen Strandverkäufer können das Inselglück nicht trüben, dafür ist es einfach zu schön 🙂

 

White Sand Beach, Boracay, Philippinen

 

We love Boracay <3 Und du?

 

Nachtrag:

Erschrocken mussten wir feststellen, dass Boracay derzeit sehr präsent in den Medien ist, leider im negativen Sinne. Mehr als 50 Hotels droht derzeit die Schließung,  da sie gegen die Hygienevorgaben verstoßen haben. Es wurde Abwasser samt Fäkalien in das Meer eingeleitet und Präsident Rodrigo Duterte hat Boracay nun leicht überspitzt als “Kloake” der Philippinen bezeichnet. In den nächsten sechs Monaten muss ein Sanierungsplan ausgearbeitet werden. Sollte dieser nicht zufriedenstellend ausfallen, droht Präsident Rodrigo Duterte mit der Schließung der Insel. Die Wasser-Qualität soll aber dennoch so gut sein, dass keine Gesundheitsgefahr besteht.

Was wir dazu sagen: Im November 2017 haben wir von alledem nichts mitbekommen, sonst hätten wir das Thema natürlich schon eher angesprochen. Wir bewohnten davon abgesehen auch keine Hotelanlage, wobei fraglich ist, ob private Unterkünfte ihre Abwässer ordnungsgemäß ableiten. Wir hoffen sehr, dass der Sanierungsplan für Mensch und Umwelt zur Zufriedenheit ausgearbeitet wird und Boracay nicht “geschlossen” wird, denn damit würden unzählige Arbeitsplätze entfallen. Der Skandal ist schlimm aber immerhin wird nun aktiv etwas gegen dieses Problem getan. Welche Rolle spielt der Tourist? Wir brauchen uns nichts vormachen – ohne die vielen Touristen würde es dieses Problem natürlich in dieser extremen Form nicht geben ABER keiner der Touristen kann etwas dafür, wenn die Hotels nicht nach den Vorgaben handeln. Wer die Schuld trägt ist letztendlich auch egal, die Hauptsache ist, dass das Problem beseitigt wird. Wahrscheinlich ist es besser, Boracay im nächsten halben Jahr zu meiden, damit die Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden können.

 

2 thoughts on “Boracay – das Inselparadies auf den Philippinen

  1. Sehr schöner Bericht, vielen Dank Ich liebe Boracay, nach wie vor. 1993 das erste mal dort, danach jedes Jahr mindestens ein mal. Lebte sogar 6 Monate dort. In der Zeit bis heute sah ich das Paradies langsam Sterben. Die Inselnvegetation ist zu 50% gerodet..oder mehr. Für Hotels, Strassen…
    Aktuell gibt es Probleme mit der Wasserqualität. Die Philippinische Regierung hat das Problem bereits erkannt und will Boracay “schliessen”. Was immer damit gemeint ist. Ich finde dass es 5vor12 ist für Boracay. Daher auch hier mein Aufruf an alle, die diesen Artikel lesen:
    Bitte bitte lasst Boracay auf eurer Reiseplanung aus. Klar sind die Strände noch schön und die Atmosphäre Genial. Aber wie lange noch…? jeder Mensch weniger auf der kleinen Insel ist ein Gewinn für die Natur.
    Wir vom philippinen-blog.ch sagen danke für euer Verständnis und Mabuhay sa Pilippinas

  2. Carina says:

    Hey, wir können deine Ansicht nachvollziehen und verstehen, dass dein Herz schmerzt, da du den direkten Vergleich vom unberührten Paradies zur Touri-Hochburg von heute hast. Das Problem betrifft ja nicht nur Boracay, andere Inseln wie z. B. Bali, die Gilis, sämtliche Inseln in Thailand, ja selbst Mallorca etc. leiden enorm unter den Touristen und auch wir fragen uns, wie lang diese schönen Fleckchen Erde in dieser Form noch existieren!? Dennoch sind wir der Meinung, dass die Inseln auch vom Tourismus leben. Was würde mit den Jobs der Einheimischen passieren, wenn überhaupt keine Touristen mehr kommen? Es ist schwierig für diese Probleme eine Lösung herbei zu führen. Wir sind der Meinung, dass jeder Tourist auch selbst dazu beitragen kann, die Situation nicht weiter zu verschlimmern, indem er achtsam und respektvoll mit der Natur umgeht, seinen Müll ordnungsgemäß entsorgt und das Paradies so verlässt, wie er es aufgefunden hat. Wir wissen ja selbst, dass dies eine Wunschvorstellung ist und sich leider ein Großteil nicht daran hält. Wir sind unendlich dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, unsere schöne Welt zu bereisen und neue Orte zu entdecken, denn unseren Eltern war das damals nicht möglich. Es muss sich definitiv etwas tun, nicht nur auf Boracay, da sind wir uns einig!

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