Etosha Nationalpark – die erfolgreichsten Safari-Tipps

Du planst eine Safari im Etosha Nationalpark? Wir haben für dich die besten Tipps für deine Safari (und Übernachtung) übersichtlich zusammengefasst und verraten dir, wie du mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Löwen und Co. treffen wirst.

  • Los gehts mit den allgemeinen Informationen, die du bei der Planung deiner Reise berücksichtigen solltest.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise im Etosha Nationalpark

Die Gates des Etosha Nationalparks öffnen bei Sonnenaufgang und schließen bei Sonnenuntergang, wobei die genauen Öffnungszeiten wöchentlich variieren. Ein Tagesticket im Etosha Nationalpark kostet pro Person 80.00 N$, zzgl. 10.00 N$ für ein Fahrzeug mit weniger als 10 Sitzen. Bei zwei Personen kostet der Eintritt inklusive Fahrzeug  170.00 N$ – umgerechnet sind das ca. 11,00 €. Kinder unter 16 Jahren sind vom Eintritt befreit.

Übernachtungsmöglichkeiten im Etosha Nationalpark

Im Etosha Nationalpark gibt es drei staatliche Camps des NRW (Namibia Wildlife Resorts) – Okaukuejo, Halali, Namutoni -, in denen du übernachten kannst. Dabei ist es dir überlassen, ob du einen Campingstellplatz wählst oder in einem Chalet übernachtest. Alle drei Camps verfügen über ein Wasserloch, welches am Abend angestrahlt wird. Wir können dir eine oder besser mehrere Übernachtungen im Etosha nur empfehlen, denn so bist du mitten im Geschehen und die Geräusche bei Nacht sind magisch. Wir hörten direkt in der ersten Nacht über mehrere Stunden ein Löwenmännchen brüllen.

Preise und Ausstattung

Die Preise für einen Campingplatz sind in allen drei NWR Camps identisch. Pro Person kostet die Nacht 300 N$, umgerechnet sind das ca. 19,00 €.

Die Campingplätze sind mit Stromanschlüssen, Grillstationen und einigen Wasseranschlüssen ausgestattet und mit etwas Glück kannst du deinen Stellplatz selbst wählen. Im Okaukeujo Camp hatten wir die süßesten Nachbarn überhaupt 😉

Erdhörnchen Namibia, Safari Etosha Nationalpark
Namibia Erdhörnchen, Etosha Nationalpark

Über die Preise in den Chalets können wir an dieser Stelle nichts sagen.


Sanitäranlagen in den Camps

Die Sanitäranlagen im Okaukeujo und Namutoni Camp waren sehr sauber und wurden mehrmals täglich gereinigt. Das Halali Camp kann da leider im Moment nicht mithalten, denn sowohl die Duschen als auch die Toiletten sind mehr als abgewohnt und unsauber; das Personal demotiviert.

Wir können dir trotzdem eine Übernachtung im Halali Camp empfehlen, denn dort befindet sich das aus unserer Sicht schönste Wasserloch (toll in die Natur integriert und sehr viele Tiere) der drei staatlichen Camps. Der Blick auf das Wasserloch war besser als jeder Kinofilm.

Nach einem unglaublich schönen Sonnenuntergang konnten wir mit Einbruch der Dunkelheit beobachten, wie sich 7 Nashörner, darunter zwei Babys, im Mondschein um das Wasserloch versammelten. Zwei Bullen gerieten aneinander und zwischendrin kam immer mal eine Giraffe zum Trinken vorbei. So standen Rinos, Giraffen und Hyänen gemeinsam am Wasserloch, um ihren Durst zu stillen. An diesen besonderen Abend werden wir uns für den Rest unseres Lebens erinnern.

Kosten für geführte Game Drives im Etosha Nationalpark

An den Rezeptionen der Camps können verschiedene Game Drives gebucht werden; hier ein Überblick:

Morning Game Drive: 05:30 Uhr – 08:30 Uhr (3h) N$ 650.00 (ca. 42,00 €)

Afternoon Game Drive: 15:00 Uhr – 18:00 Uhr (3h)  N$ 650.00 (ca. 42,00 €)

Evening Game Drive: 19:30 Uhr – 22:30 Uhr (3h) N$ 750.00 (ca. 48,00 €)

Die Preise verstehen sich pro Person; Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren werden mit dem halben Preis berechnet. Wir haben keinen Game Drive gebucht, da wir auch auf eigene Faust unglaublich viele Tiere gesehen haben.

Internet in den Camps (Okaukeujo, Halali, Namutoni)

WLAN gibt es in den Camps nur gegen eine Gebühr (50.00 N$/300 Mb). Den WLAN Schlüssel bekommst du gegen Bezahlung in den Restaurants der Camps ausgehändigt.

Muss man die Camps im Etosha Nationalpark im Voraus buchen?

Während der Hauptreisezeit von Mai bis Oktober solltest du die Camps im Etosha Nationalpark besser im Voraus buchen, um auf der sicheren Seite zu sein. In der Nebensaison kannst du deinen Aufenthalt ganz spontan und flexibel gestalten, denn die Campingplätze sind zu dieser Zeit nur etwa zur Hälfte belegt.  

Die beste Reisezeit für den Etosha Nationalpark

Der Etosha Nationalpark kann ganzjährig bereist werden. Die Trockenzeit von Mai bis Oktober empfiehlt sich besonders für Tierbeobachtungen an den zahlreichen Wasserlöchern.

Wenn dir ein gelegentlicher Regenschauer nichts ausmacht und du ein Freund der heißen Temperaturen bist, kannst du dich auch während der Regenzeit von November bis April auf die Suche nach den Big Five begeben (wobei es im Etosha keine Büffel gibt).

In diesen Monaten verwandeln sich staubtrockene Landschaften in eine üppige Vegetation. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass du deswegen weniger Tiere siehst, die Strategie ist nur eine andere, denn anstatt stundenlang an einem Wasserloch auszuharren, fährst du durch die Gegend und suchst sie aktiv. Ein weiterer Vorteil ist, dass zu dieser Zeit sehr viele Jungtiere geboren werden, so erlebst du den Etosha Kindergarten hautnah.


Den Löwen auf der Spur – die besten Tipps für Löwenbeobachtungen im Etosha Nationalpark

Löwen im Etosha Nationalpark – Salvadora Wasserloch

Sichtungsbücher in den Rezeptionen der Camps

In den Rezeptionen der Camps liegen Bücher, in denen die Besucher ihre Tierbeobachtungen des jeweiligen Tages eintragen können. Ausgenommen sind Nashörner, da diese besonders durch Wilderei bedroht sind.

Die Tierbeobachtungen der letzten Tage geben gute Anhaltspunkte, auf welche Orte du deine Suche fokussieren kannst. Meistens lässt sich ein Schema erkennen und so stehen deine Chancen gut, auf Löwen und Co. zu treffen. Für uns waren die Bücher die erfolgreichste Methode Löwen zu finden aber eine Garantie gibt es natürlich nicht.

Wasserlöcher im Etosha Nationalpark, an denen häufig Löwen anzutreffen sind

Salvadora

An diesem Wasserloch und im Umkreis von 2 km haben wir gleich an zwei aufeinander folgenden Tagen Löwen gesichtet. Diesen Hinweis haben wir übrigens auch über das Buch in der Rezeption bekommen, da am Salvadora Wasserloch über mehrere Wochen hinweg viele Löwenbeobachtungen verzeichnet worden.

Okondeko

Häufige Löwenbeobachtungen; öfters mit Beute

Newbrownii

Häufig Löwen, Elefanten und Antilopen

Gemsbokvlakte

Viele Antilopen, oft auch Löwen und Elefanten

Rietfontein

Sehr große Artenvielfalt, oft Löwen

Sicherheit im Etosha Nationalpark

Eine Safari ist immer ein Risiko, dieser Tatsache solltest du dir stets bewusst sein. Im Etosha Nationalpark leben wilde Tiere, die unberechenbar sein können. Bitte beachte unbedingt die Regeln des Nationalparks!

Die wichtigsten 5 Regeln im Überblick

1. Steige niemals außerhalb der gekennzeichneten Flächen aus deinem Auto

Steige niemals aus deinem Auto. Raubkatzen sind extrem gut getarnt und du kannst nicht sehen, ob sie in deiner Nähe sind.

Keiner weiß, ob die Tiere tatsächlich angreifen würden aber dieses Risiko solltest du auf keinen Fall eingehen. Bitte auch nicht den ganzen Oberkörper aus dem Fenster lehnen 😉

2. Bedränge niemals ein Tier mit deinem Auto

Lass den Tieren immer einen Fluchtweg frei und bedränge sie niemals mit zu dichtem Auffahren, Hupen oder ähnlichem. Du bist zu Gast und solltest dich auch so verhalten.

3. Füttere keine Tiere

Die Tiere im Etosha Nationalpark sind wild und das müssen sie auch bleiben, sonst droht ihnen der Tod. Du solltest sie deshalb niemals füttern oder anlocken. Davon abgesehen würden sie die Nahrung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vertragen.

4. Überschreite nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h

Antilopen und andere Tiere können enorme Geschwindigkeiten erreichen. Wenn ein Kudu wie aus dem Nichts auf die Straße springt, hast du bei einer Geschwindigkeit über 60 km/h keine Chance mehr rechtzeitig zu reagieren. Du bringst die Tiere und dich selbst nur unnötig in Gefahr.

Kudu im Etosha Nationalpark

5. Gamedrives (auf eigene Faust) vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang sind strengstens verboten.

Als Tagesbesucher wird dir am Gate bei Einfahrt in den Park mitgeteilt, zu welcher Uhrzeit du den Etosha spätestens verlassen musst.

Das mag im ersten Moment sehr streng anmuten, es ist aber vollkommen nachvollziehbar. Vielleicht wirst du während deiner Safari im Etosha Nationalpark auch innerhalb des Parks übernachten und dann bemerken, wie sich mit Einbruch der Dunkelheit schlagartig alles ändert.

In der Nacht gehen die nachtaktiven Tiere auf Beutesuche. Könnte jeder Tourist nachts durch den Park fahren, so würde man die Tiere bei der Jagd, die für das Überleben nun mal sehr wichtig ist, womöglich stören.


Toiletten und Rastplätze

Die komfortabelsten und sichersten Toiletten findest du in den drei Hauptcamps, wo du unbesorgt aus dem Auto steigen und eine Pause einlegen kannst.

Es gibt im Park noch ein paar weitere Toiletten und Rastplätze, wobei wir die Sinnhaftigkeit leider in Frage stellen müssen. Die Rastplätze sind größtenteils durch ein Tor mit Kette (wie in Namibia üblich) verschlossen. Das bedeutet, dass du aus deinem Auto aussteigen musst, um das Tor zu öffnen und es wieder zu schließen. Und wenn du jetzt denkst, dass sich die Rastplätze bestimmt an gut einsehbaren Orten befinden – weit gefehlt!

Mitten im Gebüsch, teils in der Nähe von Wasserlöchern befinden sich diese skurrilen Rastplätze. Das beißt sich doch sehr mit der Aussage, man soll niemals aus dem Auto steigen! Wir haben an dieser Stelle auf unsere Pause verzichtet und sind im Wagen geblieben.

Toiletten ohne Tor und Zaun

Ein weiteres Highlight war die „Toilette“ zwischen dem Namutoni Camp und dem King Nehale Gate, Nähe Oshanana. Hier gab es kein Tor und der Zaun war auf der linken Seite komplett defekt und lag am Boden. Die zwei „Toiletten“ haben wir uns nur von außen angeschaut und uns für die freie Toilette entschieden ;).

Dass solche sicherheitsrelevanten Dinge auch anderweitig lösbar sind, zeigt der Krüger Nationalpark. Dort waren vor jedem Rastplatz diese Gitter in den Boden eingelassen, genau wie an den Gates üblich. Mir fällt einfach nicht der Fachausdruck für das Konstrukt ein, aber ich bin mir sicher, du weist was ich meine 😉

Etosha vs. Krüger Nationalpark

Im Vergleich zum Krüger Nationalpark ist der Etosha Nationalpark (unserer Meinung nach) mit etwas weniger Liebe zum Detail aufgebaut. Ich weiß, man soll keine Vergleiche anstellen. Ich tue es an dieser Stelle  trotzdem. Da wären zum Beispiel die Wegweiser, die im Etosha Nationalpark kaum noch lesbar sind, da die Farbe komplett am Stein heruntergelaufen oder verblasst ist. Außerdem gibt es  weder ein Restaurant noch einen Imbiss außerhalb der Camps, wo man für längere Zeit pausieren könnte. Dafür ist der Eintritt in den Etosha Nationalpark aber auch deutlich günstiger.

Straßen im Etosha Nationalpark

Im Etosha Nationalpark gilt auf allen Straßen ein Tempolimit von 60 km/h. Dieses solltest du auf keinen Fall überschreiten. Wir finden 60km/h schon zu viel, wenn man bedenkt, wie schnell die Tiere auf die Straße springen können. Je langsamer du fährst, umso mehr wirst du auf deiner Safari entdecken.

Die Straßen (Gravel Roads) sind zum Großteil in einem recht guten Zustand. Dennoch empfehlen wir dir einen Jeep für deine Safari, da du viel mehr sehen kannst, als in einem kleineren Fahrzeug.

Allgemeine Safari Tipps für Selbstfahrer


Verpflegung griffbereit haben

Während der Safari darfst du nur an sehr wenigen Stellen dein Auto verlassen. Aus diesem Grund solltest du immer genügend Flüssigkeit griffbereit haben. Wir können dir eine *wiederverwendbare Trinkflasche* empfehlen. Durch die große Öffnung kannst du das Wasser aus einer 5 Liter-Galone unkompliziert umfüllen. Wir hatten immer eine angefangene Galone auf dem Rücksitz und konnten bei Bedarf nachfüllen.

Eine Karte mit eingezeichneten Wasserlöchern und Straßen organisieren

Die Wegweiser im Etosha Nationalpark sind nicht die besten. Wir empfehlen dir, eine Karte mit allen eingezeichneten Straßen und zugänglichen Wasserlöchern zu besorgen. So kannst du eine sinnvolle Route planen und verlierst nicht den Überblick. Die Karten gibt es in den Shops der Camps für 40.00 N$ zu kaufen.

Das richtige Foto- und Videoequipment für deine Safari

Einen Löwen, Leoparden oder ein Nashorn in Freiheit zu sehen, könnte unter Umständen ein einmaliges Erlebnis bleiben. Ein Telezoomobjektiv wird dir helfen, die Tiere auch aus weiterer Entfernung erfolgreich zu fotografieren. Des Weiteren können wir dir für deine Safari ein Bohnensack-Stativ empfehlen, damit deine Videoaufnahmen komplett wackelfrei gelingen.

Wir haben bereits auf unseren Safaris in Südafrika sehr gute Erfahrungen mit dem *Bohnensack-Stativ* gemacht. Das nützliche Teil kannst du übrigens ganz einfach selbst nähen. Du brauchst dafür etwas alten Stoff, den du auf ein Maß von ca. 30 cm x 20 cm (2-fach) zurechtschneidest und getrocknete weiße Bohnen. Die zwei Stoffteile nähst du nun zusammen und füllst zum Schluss die Bohnen ein. Schon hast du ein sehr praktisches Gadget zum günstigen Preis.

Etosha Foto Safari – Die schönsten Fotos

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