Eine Nacht im Marina Bay Sands

Auch wenn du uns jetzt für völlig verrückt erklärst, wir haben es getan und uns eine Nacht im Marina Bay Sands gegönnt. Schon allein weil das Hotel den Namen meiner bezaubernden Mama trägt, muss es was ganz Besonderes sein 😉

Das der Übernachtungspreis von 400,00 € total übertrieben ist, steht außer Frage. Für uns stand aber von Anfang an fest, wenn wir mal nach Singapur reisen, dann werden wir für eine Nacht im weltbekannten Hotel residieren 😉 Wir haben übrigens direkt über die Website des Hotels gebucht, da es da erstaunlicherweise etwas „günstiger“ war als bei anderen Anbietern.

Da wir unsere Reisen immer selbst zusammenstellen, haben wir die Möglichkeit auch mal ein teures Hotel einzubauen und dafür gleichen wir das dann über andere günstige Unterkünfte wieder aus. Wir legen immer zu Beginn der Planung ein Budget fest, welches wir auch nie überschreiten und dann wird getüftelt bis alles passt 😉

Aber zurück zum *Marina Bay Sands*. Der Hauptgrund für unsere Übernachtung war natürlich der längste Infinity Pool der Welt, denn dieser ist nun mal ausschließlich den Hotelgästen vorbehalten. Der reguläre Check-In bzw. der Bezug eines Zimmers ist erst ab 15:00 Uhr möglich, die Nutzung des Pools aber glücklicherweise auch schon eher. Wir machten uns gegen 12:00 Uhr mittags mit der MRT auf den Weg zum Hotel, schließlich musste sich der Aufenthalt ja lohnen 😉 Wir sind direkt in der zugehörigen Shopping Mall, sozusagen unter dem Marina Bay Sands ausgestiegen und standen bereits vor 13:00 Uhr in der Lobby des Hotels. Die Anreise mit der MRT klappte super.

Uns wurde vorher per E-Mail mitgeteilt, dass wir sowohl an Terminal 1 als auch an Terminal 3 einchecken können. Am Terminal 1 herrschte Ausnahmezustand, die Schlange war endlos lang also versuchten wir es an Terminal 3. Nach weniger als fünf Minuten konnten wir unseren Check-In vornehmen und die nette Mitarbeiterin überbrachte uns die erfreuliche Nachricht, dass ein Zimmer unserer gebuchten Kategorie (Deluxe Skyview Room) bereits für uns bezugsfertig sei. Na wenn das mal kein Glück ist. Den Betrag von 400,00 € bezahlten wir mit unserer Kreditkarte vor Ort. Dazu wurde noch ein Deposit von 200,00 € zur Sicherheit eingezogen (wird nach dem Check-Out zurück gebucht). Insgesamt wurden uns zwei Karten für das Zimmer ausgehändigt, eine pro Person. Mit dem Fahrstuhl ging es nach oben in die 42. Etage.

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Die Ausstattung


Unser Deluxe Skyview Room war ausladend groß, die verglaste Fensterfront riesig und der Blick nach draußen einfach umwerfend. Die Einrichtung ist sehr edel aber nicht modern. Normalerweise bevorzugen wir eher einen frischen, modernen Stil aber wir sind wahrscheinlich auch nicht die Zielgruppe dieses Hotels. Das Badezimmer war ebenfalls sehr geräumig und mit einem großen Waschtisch ausgestattet. Kosmetikprodukte wurden zur Verfügung gestellt, allerdings nicht in dem Umfang wie im One Farrer Hotel, in welchem wir die ersten zwei Nächte verbrachten.

Am Badezimmer haben wir zwei Dinge auszusetzen. Die Dusche hatte leider keinen Rain-Shower-Duschkopf und es gab kein Abluftsystem, sodass der Spiegel nach dem Duschen immer sehr beschlagen war. Das ist aber jammern auf sehr hohem Niveau 😉

Der Wohnbereich war mit einer großen Couch inklusive Sessel und Tisch ausgestattet. Wahrscheinlich war unser Zimmer größer als so manche Wohnung. Ein großer, mit Spiegel versehener Kleiderschrank bietet Platz für die größten Koffer. Für uns reichen aber auch 3 Fächer, denn wir reisen mittlerweile mit sehr wenig Gepäck 😉 In unseren *Vakuum-Beuteln* können wir die Kleidung platzsparend verstauen. Für uns eine der besten Investitionen ever. Ein Safe war natürlich auch vorhanden.

Im Flur stand ein weiterer Schrank, der mit einer kleinen Teeküche ausgestattet war. Wobei es keinen Tee, sondern nur Instant Kaffee gab. Das One Farrer Hotel hatte auch diesbezüglich mehr zu bieten.

Aber nun zum eigentlichen Highlight des Hotels …

 

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Der Infinity Pool


Der Pool des *Marina Bay Sands* befindet sich auf dem Skypark (ganz oben auf dem Deck) in fast 200 m Höhe und ist mit 150 m der längste Infinity Pool der Welt. Der Zugang zum Pool erfolgt über ein Scansystem und die genaue Kontrolle der Mitarbeiter. Jeder Gast braucht hier seine eigene Zimmerkarte, um sich ins Badevergnügen zu stürzen. Gleiches gilt übrigens für den Gang zur Toilette, denn auch  in diesem Bereich  wird die Karte vorher gescannt. Ja der höchste Infinity Pool der Welt wird peinlichst genau bewacht, nicht dass sich noch ein “Nicht-Hotelgast” hereinschleicht.

Der vordere Bereich des Pools war den ganzen Tag über sehr voll. Wenn du noch eine schöne Liege ergattern möchtest, empfehlen wir dir einen Platz relativ weit hinten zu suchen. Wir hatten Glück und konnten uns sogar zwei Liegen direkt im Pool schnappen. Obwohl es an dem Tag extrem bewölkt war, sahen die Leute am Pool alle verdächtig rot aus. Auch wir hatten am Ende des Tages den Teint einer Tomate, obwohl wir den ganzen Tag keine Sonne gesehen haben. Wenn du nicht auch so enden willst, dann creme dich ein und zwar sofort und nicht erst nach einer halben Stunde wie wir ;).

Der Ausblick auf den endlos langen Pool und die Skyline von Singapur ist einmalig und ganz besonders. Diesen Moment wirst du aber niemals allein erleben können, dafür ist der Pool als Fotomotiv einfach viel zu gefragt. Die Selfie-Action ist den ganzen Tag über im vollen Gange  – da wir aber selbst gefühlte 100 Bilder knipsten, sind wir an dieser Stelle mal ganz still 😉

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Beim Blick in die Getränke- und Speisekarte der Poolbar suchten wir direkt nach einer Trinkwasserstation. Wie wir es schon erwartet hatten, waren die Preise jenseits von Gut und Böse. Für manche gehört ein Cocktail am Pool zum Marina Bay Sands Erlebnis dazu, wir bevorzugten das kostenfreie Trinkwasser. Hier hat sich mal wieder unsere praktische *Trinkflasche* bewährt. Der Pool ist wirklich sehr schön aber zum entspannen nur bedingt geeignet, denn es kommen und gehen Menschen im Minutentakt. Wenn du das ausblenden kannst, wirst du sicher auch hier ein paar chillige Stunden verbringen können.

Wenn du jetzt denkst, dass es am Abend deutlich ruhiger wird, müssen wir dich leider enttäuschen. Als wir gegen 22:00 Uhr nochmal ins kühle Nass hüpften, war der Andrang mindestens genauso groß wie am Tag. Wer braucht schon eine Sky Bar, wenn er vom Pool aus über die ganze beleuchtete Stadt blicken kann? Die Aussicht war grandios, für uns ein bleibender und ganz besonderer Moment.

 

Essen & Getränke


Wir haben nichts von beidem probiert, weil es uns einfach zu teuer war. Falls du dein Geld auch lieber in sinnvollere Dinge investierst, haben wir noch einen Tipp für dich. Im angrenzenden Shopping Center gibt es einen recht großen Food-Court. Hier bekommst du ab ca. 9S$ eine vollwertige Hauptmahlzeit auf den Tisch. Dafür bekommst du im Marina Bay Sands vielleicht ein Wasser 😉

 

Das Personal


Das Personal im Marina Bay Sands punktete mit Zurückhaltung und war stets zuvorkommend. Sowohl der Check-In als auch der Check-Out verliefen ohne Probleme. Wir fanden es auch sehr angenehm, dass uns auf dem Sky Deck – speziell am Pool keiner drängte etwas zu bestellen. Das haben wir auch schon ganz anders erlebt.

 

Der Service


Da wir nur die eine Nacht im Hotel verbrachten und auch kein Restaurant besuchten, können wir nicht so viel dazu sagen. Das Zimmer war blitze blank, was aber in der Preisklasse auch selbstverständlich sein sollte. Sehr positiv für Hotelgäste und das Personal ist die Möglichkeit des Self-Check-Outs. Bis 11:00 Uhr musst du dein Zimmer verlassen haben und damit du nicht ewig anstehen musst, bietet das *Marina Bay Sands* einen Self-Check-Out an. In der Lobby des Hotels stehen silberne Briefkästen und die dafür notwendigen Formulare bereit. Du musst nur ein paar Dinge ausfüllen und kannst den Zettel in den Briefkasten werfen. Damit ist dein Check-Out auch schon erledigt. Ganz toll fanden wir auch den kostenlosen Aufbewahrungsservice für Gepäckstücke vor dem Hotel. Dein Gepäck wird hier sicher in einem extra Raum verwahrt. Du bekommst ein kleines Kärtchen mit einer Zahl ausgehändigt und bekommst bei Rückgabe dein Gepäck wieder.

Unser Fazit: Für uns war es eine tolle Erfahrung, die Nacht in einem so bekannten Hotel zu verbringen, den Übernachtungspreis finden wir dennoch alles andere als gerechtfertigt. In Bezug auf die Ausstattung hatte das deutlich günstigere One Farrer Hotel die Nase vorn. Wir bereuen es nicht, schließlich haben wir alle nur dieses eine Leben. Weitere Inspirationen für stylische Unterkünfte in Singapur findest du in der *Hotelübersicht*.

Warst du schon mal im Marina Bay Sands oder hast du vor dort zu übernachten? Oder findest du, es ist komplett rausgeschmissenes Geld? In unserem Singapur Video kannst du dir noch einen besseren Eindruck vom Marina Bay Sands verschaffen.

 

 

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